Somatisch
Somatisch bedeutet, den Körper betreffend. Hier steht es für die Idee, dass Stress, Gefühle und alte Überlebensmuster ebenso im Körper wie im Kopf wohnen und sich über Körperwahrnehmung bearbeiten lassen.
Wenn von einem somatischen Zugang die Rede ist, meint man, darauf zu achten, was der Körper tut, statt nur Gedanken zu analysieren. Der angespannte Kiefer, der angehaltene Atem, der Magen, der absackt, wenn ein bestimmter Name dein Display aufleuchten lässt. Das sind Signale, und sie kommen oft an, bevor du ein Wort für das Gefühl hast.
Für das People-Pleasing ist das wichtig, denn der Unterwerfungsreflex läuft schneller als der Gedanke. Du kannst im Kopf wissen, dass du Nein sagen darfst, und trotzdem spürst du, wie dein Körper einknickt, sobald jemand finster schaut. Einsicht allein erreicht diese Ebene nicht. Der Körper braucht seine eigene Art der Aufmerksamkeit.
Eine somatische Übung kann klein sein: bemerken, wo die Spannung sitzt, den Atem verlangsamen, die Füße auf dem Boden spüren, bevor du antwortest. Du gibst dem älteren, schnelleren Teil deines Nervensystems ein Signal, das es versteht: Du bist sicher genug, um innezuhalten. In dieser Pause kann eine andere Wahl entstehen.