← Alle Begriffe

Emotionale Erschöpfung

Emotionale Erschöpfung ist der leere, ausgehöhlte Zustand nach langen Phasen, in denen du die Gefühle anderer gemanagt und deine eigenen vernachlässigt hast. Deine emotionalen Reserven versiegen, und schon kleine Anforderungen werden zu viel.

Es ist die Flachheit an einem Sonntag, wenn nichts mehr zum Geben da ist, nicht einmal für die Menschen, die du liebst. Eine Freundin schreibt, und du starrst auf die Nachricht, unfähig zu antworten. Der Brunnen fühlt sich leer an. Das ist emotionale Erschöpfung, und bei People-Pleasern hat sie eine bestimmte Quelle.

Wenn du deine Tage damit verbringst, die Stimmung im Raum zu lesen, Spannungen zu glätten und deine eigenen Bedürfnisse zuletzt zu stellen, leistest du ständige emotionale Arbeit. Davon hat der Geist nur einen begrenzten Vorrat, und Selbstaufgabe verbraucht ihn schnell. Du fühlst dich für die Laune aller verantwortlich, machst nie richtig Feierabend, und die Reserven leeren sich, ohne sich je zu füllen.

Emotionale Erschöpfung ist eines der Kernmerkmale von Burnout in der Forschung von Christina Maslach. Dein Körper versagt nicht. Er meldet einen realen Preis. Die Reparatur ist kein weiterer Kraftakt des Willens. Sie liegt darin, etwas von der Fürsorge loszulassen und dem Brunnen Zeit zu geben, sich wieder zu füllen.

Zum Leitfaden People-Pleasing überwinden: wie der Weg wirklich aussieht

Quellen

  • Christina Maslach & Michael Leiter, das Maslach Burnout Inventory (emotionale Erschöpfung als Kerndimension von Burnout).

Zuletzt geprüft 2026-06-12