Suche nach Anerkennung
Die Suche nach Anerkennung ist die Gewohnheit, dein Tun und Reden danach zu formen, die Zustimmung anderer zu gewinnen und ihre Ablehnung zu vermeiden. Ob du in Ordnung bist, hängt davon ab, wie andere auf dich reagieren.
Jeder wird gern gemocht. Die Suche nach Anerkennung beginnt, wenn dieser Wunsch das Steuer übernimmt und entscheidet, was du anziehst, was du sagst, welche Meinung du anbietest, ob du dich ausruhen darfst. Die Reaktion des anderen wird zur Anzeigetafel dafür, ob du es richtig machst.
Oft wächst das aus einer Kindheit, in der Anerkennung mit deinem Verhalten kam und ging, in der Bravsein, Stillsein oder Nützlichsein Wärme einbrachte und alles andere Distanz. Ein Kind lernt, die Stimmung des Erwachsenen zu verfolgen und zu liefern, was die Anerkennung in Fluss hält. Dieses Verfolgen wird zur zweiten Natur.
Im Alltag klingt das so: Gesichter prüfen, nachdem du gesprochen hast, eine Meinung abschwächen, sobald jemand sich versteift, oder von milder Kritik zerschmettert sein. Der Hunger nach Anerkennung ist ein Signal, dass dein Gefühl von Wert nach außen verdrahtet wurde. Es kann langsam nach innen wandern, wenn du lernst, dass dein eigener Blick auf dich zählen darf.