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Grenze

Eine Grenze ist die Linie, die du um das ziehst, was für dich okay ist und was nicht, ein klares Gefühl für die eigenen Limits, das anderen zeigt, wie sie dich behandeln dürfen und was du tust und was nicht.

Eine Grenze geht um dich, nicht darum, den anderen zu kontrollieren. Sie ist eine Aussage über dein eigenes Limit und darüber, was du tust, keine Regel, die du jemandem aufzwingst. „Ich bleibe nicht im Raum, wenn geschrien wird" ist eine Grenze. „Du musst aufhören zu schreien" ist eine Forderung. Die erste kannst du selbst halten. Die zweite hängt vom anderen ab.

Grenzen gibt es in verschiedenen Arten. Emotionale entscheiden, welche Gefühle du als deine eigenen übernimmst. Körperliche betreffen Raum und Berührung. Zeitliche schützen deine Stunden und deine Energie. Materielle decken deine Sachen und dein Geld ab. Die meisten sind in einem Bereich fest und in einem anderen weich, und in den weichen leben meist die alten Überlebensmuster.

Eine Grenze zu halten kommt oft mit Schuldgefühlen, vor allem wenn du früh gelernt hast, dass Limits dich schlecht oder egoistisch machten. Diese Schuldgefühle sind kein Beweis, dass du etwas falsch gemacht hast. Es ist die alte Verdrahtung, die eine vertraute Angst registriert. Eine mit Sorgfalt gehaltene Grenze ist keine Mauer gegen Menschen. Sie macht ein echtes Ja erst möglich, weil sie bedeutet, dass auch dein Nein echt ist.

Zum Leitfaden Wie du Grenzen setzt (ohne das schlechte Gewissen)