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Schuld

Schuld ist das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Es zeigt auf eine Handlung, nicht auf das, was du bist, und bei People-Pleasern taucht es oft direkt nach einer völlig vernünftigen Grenze auf.

Du sagst zu einem Gefallen Nein, und Sekunden später kommt eine Welle aus Schuldgefühl, als hättest du jemandem geschadet. Oft hast du gar nichts falsch gemacht. Bei Menschen, die gelernt haben, andere zufrieden zu halten, verbucht der Körper jeden Unmut eines anderen als Beleg fürs eigene Vergehen, also feuert die Schuld bei einer fairen Grenze genauso wie bei einem echten Fehler.

Brené Brown zieht eine klare Linie zwischen Schuld und Scham. Schuld sagt: Ich habe etwas Schlechtes getan. Sie betrifft das Verhalten und kann nützlich sein, weil sie dich dazu bewegen kann, einen echten Schaden wiedergutzumachen. Scham sagt: Ich bin schlecht, und das hilft selten. Eine Grenze, die Schuld auslöst, ist meist kein Schaden, den es zu reparieren gibt. Es ist ein Nervensystem, das das Unbehagen, jemanden zu enttäuschen, mit dem Beweis einer Tat verwechselt.

Schuld nach einer Grenze steigt meist an und geht wieder. Du kannst sie spüren und die Linie trotzdem halten, das Gefühl auslaufen lassen, statt ihm zu gehorchen.

Zum Leitfaden Schuld und Scham: Wo liegt der Unterschied?

Quellen

  • Brené Brown (2012), 'Daring Greatly' (Schuld als 'Ich habe etwas Schlechtes getan' vs Scham als 'Ich bin schlecht').

Zuletzt geprüft 2026-06-12